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RTF.1 berichtet über die Pressekonferenz zum virtuellen Nikolauslauf (Update: weiteres Video)

Update 25. August 2020: Interview zum virtuellen Konzept in RTF.1 Sport

Hier das Video ansehen (ab 8:51 Minuten geht es um den Nikolauslauf)


Ursprünglicher Beitrag vom 16. August 2020:

RTF1 Fernsehen Video Beitrag Pressekonferenz Vorstellung virtueller Nikolauslauf 2020

Sendungsbild (Screenshot: RTF.1)

Das RTF.1 Regionalfernsehen berichtete diese Woche über unsere Pressekonferenz zur Vorstellung des virtuellen 45. itdesign Nikolauslaufs.

Das Video kannst du dir hier ansehen

Bericht im Tagblatt: „Der Tübinger Nikolauslauf findet statt – wenn auch anders als sonst“

Das Schwäbische Tagblatt und der Tagblatt Anzeiger berichteten in der letzten Woche über unser virtuelles Konzept:

Hier kannst du den Bericht im Tagblatt Anzeiger lesen.

Korr.: Die Startnummer wird mit dem Teilnehmershirt zugeschickt und muss nicht selbst ausgedruckt werden.

Ausschnitt Tagblatt Anzeiger Bericht PK virtueller Nikolauslauf 2020

Ankündigung: Virtueller 45. itdesign-Nikolauslauf im Dezember

  • 45. itdesign-Nikolauslauf unter dem Motto „virtuell & sozial“
  • Dezentraler und bundesweiter Spendenlauf für zwei Tübinger soziale Projekte
  • Halbmarathon und 10 km Wettbewerb
  • Anmeldung startet am 8. September
  • Startershirt und Startnummer wird allen Angemeldeten zugeschickt
  • In Tübingen: Vorbereitungsprogramm beim Post-SV Lauftreff

Plakat virtueller 45. itdesign Nikolauslauf Tübingen 2020 Halbmarathon 10 km Lauf

Nikolauslauf 2020: virtual & social edition

Der 45. itdesign-Nikolauslauf kann aufgrund der Corona-Pandemie im Dezember nicht wie geplant stattfinden. „Die Zeiten sind zurzeit für Großveranstaltungen schwierig – wenn nicht gar unmöglich“, teilte Organisationschef Gerold Knisel auf der Pressekonferenz Anfang August mit.

„Was Neues ausprobieren“

Stattdessen wird es aber die Möglichkeit geben, virtuell und dezentral an einem Wettbewerb über verschiedene Distanzen teilzunehmen.

„Wir wollen uns als Veranstalter in dieser für uns alle einmaligen Pandemie-Situation vernünftig verhalten und keine unnötigen Risiken eingehen, die mit einer normalen Sportveranstaltung verbunden wären“, begründet Knisel die Entscheidung für eine virtuelle Austragung.

Christoph Adamczyk, Geschäftsführer des Namenssponsors itdesign GmbH, blickt zuversichtlich auf das virtuelle Event:

„Wir probieren was Neues aus, das finde ich toll!“

Er freue sich sehr auf den virtuelle Wettbewerb. Die weiteren Hauptsponsoren AOK Baden-Württemberg, Stadtwerke Tübingen, Kreissparkasse Tübingen und synovo stehen ebenfalls hinter dem Konzept, teilte Knisel mit und bedankte sich für die Unterstützung.

Auch aus dem Helferteam wurde zuletzt vielfach der Wunsch geäußert, eine Alternative anzubieten. Jedes zweite Mitglied des Post-SV Tübingen helfe bei der Organisation des Nikolauslaufs mit, so Knisel.

Pressekonferenz Nikolauslauf 2020 itdesign

Gerold Knisel präsentiert im Gebäude unseres Namenssponsors itdesign das virtuelle Konzept (Bild: itdesign)

Neben Halbmarathon erstmalig auch 10 Kilometer im Angebot

„Wir sehen den Wunsch vieler, sich im Kreis der privaten Lauf-Community Ziele setzen zu können und diese dann auch gemeinsam umzusetzen und zu erleben“, sagt Organisator Knisel.

Daher gibt es den itdesign-Nikolauslauf in diesem Jahr als bundesweite, virtuelle Variante. Im Vordergrund des Events steht der Spaß am Sport und das Laufen für einen guten Zweck.

Der Vorteil dieses Konzepts sei auch die Flexibilität, fügte der stellv. Projektleiter Hans-Christian Messner hinzu: „Der weitere Verlauf der Corona-Pandemie ist ungewiss, unser dezentrales Konzept aber in jedem Fall anwendbar.“

Die Wettbewerbe werden mit eigenverantwortlicher Zeitnahme durchgeführt. Erstmalig wird neben dem klassischen Halbmarathon (21,1 km) auch ein 10-Kilometer-Wettbewerb angeboten:

„Damit adressieren wir Läuferinnen und Läufer, die sich bisher nicht an die Halbmarathon-Distanz gewagt haben. Vielleicht erreichen wir dadurch auch viele Freunde und Bekannte unserer zahlreichen Stammkundschaft“, hofft Knisel.

Teilnehmershirt und Startnummer wird zugeschickt, Anmeldung ab September

Alle Teilnehmer bekommen vorab postalisch ein hochwertiges Nikolauslauf-Shirt sowie ihre Startnummer zugeschickt. Aus diesem Grund ist auch eine Anmeldung zum virtuellen Nikolauslauf notwendig.

Frühbucher zahlen weniger: Die Teilnahmegebühr beträgt für beide Wettbewerbe zunächst 21 Euro.

Die Online-Anmeldung öffnet am 8. September auf www.nikolauslauf-tuebingen.de. Es gibt kein Teilnehmerlimit.

8-tägiger Wettbewerbszeitraum im Dezember, freie Streckenwahl

Der Wettbewerbszeitraum des 45. itdesign Nikolauslauf beginnt am Samstag, 5. Dezember und endet am Sonntag, 13. Dezember 2020 um 23:59 Uhr. Gelaufen werden kann also zwei Wochenenden, insgesamt 8 Tage lang. Jeder läuft gemäß den aktuell geltenden Regelungen allein oder gemeinsam.

Die Strecke kann selbst gewählt werden. Man appelliere aber an die Läufer in der Umgebung, nicht allesamt nach Tübingen zu kommen, um auf der Originalstrecke zu laufen, so Knisel: „Wir planen kleine, dezentrale Nikolausläufe in Kooperation mit Lauftreffs und Sportgeschäften.“ Über eine Lauftreff-Börse im Internet sollen Läufer Anfang Dezember Treffen in der Nähe finden können. Derzeit wären Läufe in 20er-Gruppen zulässig.

Verlosung von Sachpreisen

Die Teilnahme am Wettbewerb wird als erfolgreich gewertet, sobald der Teilnehmer seine gemessene Zeit in das Ergebnisportal einträgt. Genau wie bei einem richtigen Wettbewerb gibt es am Ende eine Ergebnisliste.

„Wir verlangen aber keine Nachweise und vertrauen auf die Ehrlichkeit und sportliche Fairness der Läufer“, erklärt Knisel. Anstelle einer klassischen Siegerehrung werden unter allen Finishern mit einer eingetragenen Zeit zufällig Sachpreise verlost – aus diesem Grund sei Manipulation auch zwecklos.

Vorbereitungsprogramm in Tübingen

Im September startet in Präsenzform, aber unter Einhaltung der gültigen Corona-Regeln, das bewährte Vorbereitungsprogramm, integriert in den wöchentlich stattfindenden Lauftreff des Post-SV Tübingen an der Fitnessstation Sand/Falkenweg im Tübinger Norden.

Immer samstags um 16 Uhr (ab 31.10.: 15 Uhr) können dort in Begleitung erfahrener Lauftreff-Betreuer – Corona-bedingt zurzeit in Kleingruppen von max. 20 Personen – verschiedene Strecken gelaufen werden. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für jeden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, vor Ort müssen aber die Kontaktdaten der Läufer gemäß der Corona-Sport-Verordnung erfasst werden.

Zusätzlich zum realen Training werden online Trainingspläne und Tipps zur Vorbereitung angeboten.

Laufen für einen guten Zweck

Nikolauslauf Pressekonferenz itdesign August 2020

(Bild: Nikolauslauf Tübingen)

Gruppenfoto nach der Pressekonferenz (v.l.): Christoph Adamczyk (Geschäftsführer itdesign GmbH), Julia Schreiber (Unternehmenskommunikation itdesign GmbH), Hans-Christian Messner (stv. Projektleiter Nikolauslauf), Constanze Schemann-Grupp (Vorsitzende des Stiftungsrats Tübinger Bürgerstiftung), Gerold Knisel (Projektleiter Nikolauslauf), Anke Möck (Geschäftsführerin Tübinger Familien- und Altershilfe, Projekt EfA) und Constanze Scholzgart (Geschäftsführerin Tübinger Hospizdienste)

Ein wichtiger Aspekt der diesjährigen Veranstaltung sind die Sozialpartner, erklärte Knisel auf der Pressekonferenz:

„Gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit möchten wir solidarisch sein. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entscheiden, den Nikolauslauf zu einem Spendenlauf zu machen.“

Der Erlös der Veranstaltung wird an zwei ausgewählte Tübinger soziale Projekte gespendet. Die geförderten Organisationen sind die Bürgerstiftung Tübingen sowie die Tübinger Hospizdienste.

Die Bürgerstiftung fungiert als Dachorganisation und verteilt Spendengelder sinnvoll auf verschiedene Projekte in Tübingen. Eines ihrer geförderten Projekte ist EfA, die Entlastungshilfe für Alleinerziehende, von der Tübinger Familien- und Altershilfe. Über EfA werden Babysitter und Nachbarschaftshilfen vermittelt und finanziert, um den Alleinerziehenden stundenweise Entlastung zu ermöglichen. Diese nutzen die Stunden für private Termine, Besorgungen, beruflichen Wiedereinstieg etc.

„Das Projekt ist so erfolgreich, dass die finanziellen Mittel oft nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken“, sagt Manfred Niewöhner, Vorstand der Bürgerstiftung Tübingen, die das Projekt fördert.

Ehrenamtlich engagieren sich Frauen und Männer bei unserem zweiten Sozialpartner, den Tübinger Hospizdiensten. Der Hospizdienst für Erwachsene im Stadtgebiet Tübingen und Umgebung bietet Begleitung, Unterstützung und Beratung – in Senioren- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und bei Familien zuhause. BOJE Tübingen ist ein häuslicher Hospizdienst ganz speziell für Kinder, Jugendliche und Familien im Landkreis Tübingen.

Die Spendensumme wird am Ende transparent kommuniziert. Hier mehr über die Sozialpartner erfahren.


Weiterführende Informationen

RTF.1 Sportmagazin über den 44. itdesign-Nikolauslauf 2019

Frank Fauser war für RTF.1 vor Ort und berichtet in einem Sport extra (10 min) über den diesjährigen itdesign-Nikolauslauf 2019:

Weitere Impressionen und Stimmen zum Lauf in diesem zweiten Teil (13 min):

Am Sonntag hat RTF.1 bereits diesen Kurzbericht ausgestrahlt:

Sabrié pulverisiert Streckenrekord, Orth siegt erstmals, neuer Finisherrekord, Spende für Naturpark (unser Nachbericht)

Beim 44. itdesign-Nikolauslauf wurden an diesem Sonntag gleich mehrere Rekorde gefeiert. Mit 2813 Finishern konnte ein neuer Teilnehmerrekord erreicht werden. Anaïs Sabrié knackte den Streckenrekord bei den Frauen. Bei den Männern siegte Florian Orth erstmals.

Orth läuft an Baumanns Fabelrekord heran

Männerpodium von links: Timo Göhler (3. Platz), Florian Orth (1.) und Thorben Dietz (2.) (Bild: Fabian Knisel)

Schnellster war Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg), der mit einer schnellen Zeit von 1:07:30 Stunden erstmals in Tübingen siegte und sein Debüt über die Halbmarathondistanz feierte. Während des Rennens schien sogar Dieter Baumanns Streckenrekord (1:07:15) aus dem Jahr 2005 in Gefahr – der 30-jährige Orth verpasste diesen am Schluss jedoch knapp um nur 15 Sekunden. Erst gegen Ende habe er realisiert, dass es ein sehr schneller Lauf wird. Eine Bestzeit sei aber nicht drin gewesen, da die Strecke „doch sehr hüglig ist“. „Mir hat es heute sehr viel Spaß gemacht“, resümierte der mehrfache Deutsche Meister nach dem Lauf.

Auf Orth folgte etwas mehr als eine Minute später (01:08:43) Vorjahressieger Thorben Dietz vom Intersport Räpple Running Team, der „super zufrieden“ ins Ziel lief. Die Plätze 2 und 3 waren während des Rennens lange Zeit hart umkämpft, erst bei Kilometer 15 schüttelte Dietz am Bettelweg seinen Verfolger Timo Göhler ab. Dietz konnte schlussendlich seine eigene Siegerzeit aus dem Vorjahr (1:10:36) um mehr als zwei Minuten verbessern. „Es war ein schönes Rennen dieses Jahr“, meinte Dietz auf der anschließenden Pressekonferenz.  Beeindruckt war der Göppinger Lehrer von der starken Konkurrenz: „Hier laufen wirklich alle schnellen Tübinger mit!“.

Den dritten Platz sicherte sich Timo Göhler (synovo GmbH) in 01:09:43. Mit Orth und Dietz seien „zwei Raketen am Start“ gewesen, die von Start an „richtig Druck“ gemacht hätten. „Das Rennen um Platz 3 habe ich aber zum Glück geschafft!“, freute sich der bei Meisterschaften für die LAV startende Göhler. Beim Nikolauslauf ging er für seinen Arbeitgeber synovo an den Start, unserem neuen Sponsor.

Göhlers Chef, synovo-Geschäftsführer Michael Burnet (52), war ebenfalls am Start und kam nach 1:35:47 ins Ziel. „Ich bin sehr stolz auf mein Team“, sagte der passionierte Läufer. „Eine Stadt wie Tübingen kann stolz auf diese schnellen Läufer sein.“ synovo sieht dabei seine Rolle in der Förderung des regionalen Sports.

Sabrié pulverisiert „Mockis“ Streckenrekord

Bei den Frauen gab es einen neuen Streckenrekord zu feiern! Die Medizinstudentin Anaïs Sabrié (LAV Stadtwerke Tübingen) übertraf den 2016 aufgestellten Rekord von Sabrina Mockenhaupt-Gregor (1:20:01) um fast drei Minuten. In 1:17:25 lief die Bergläuferin zum Sieg und holte damit ihre fünfte Goldmedaille beim itdesign-Nikolauslauf in Tübingen (Siege 2014, 2015, 2017, 2018, 2019) – damit steht sie nun mit der ebenfalls fünfmaligen Siegerin Gudrun Schmidgall (früher de Pay, TSV Trochtelfingen) auf einer Stufe. „Meine Beine haben sich heute gut angefühlt, aber mit Streckenrekord habe ich nicht gerechnet“, meinte Sabrié im Ziel. Die LAV-Langstrecklerin wurde erst kürzlich in Argentinien Team-Weltmeisterin im Berglauf.

Den zweiten Platz belegte Katja Fischer von der LAV Stadtwerke Tübingen (1:20:52), die mit Timo Göhler erst einen Tag vor dem Nikolauslauf frisch aus dem Höhentrainingslager in Kenia kam und zum ersten Mal beim Nikolauslauf teilnahm. „Ich konnte die super Stimmung hier zuhause sehr genießen. Es war ein toller Abschluss von drei Wochen Trainingslager“, sagte die Tübingerin. Schon mit Start sei ihr jedoch klar gewesen, dass Sabrié unschlagbar ist: „Anaïs ist einfach eine Klasse für sich!“, lobte sie ihre Vereinskollegin.

„Mega zufrieden“ mit Platz 3 war Nora Kusterer (1:23:24, TuS Griesheim). Kusterers Ziel für Tübingen war es, „gesund an der Startlinie zu stehen und Spaß zu haben“, da ihre Saison schwierig gewesen sei. Während des Rennens lange Zeit Vierte, konnte sie auf den letzten Kilometern noch die letztendlich Viertplatzierte Nicole Moebus überholen.

Top 3 Frauen v.l.: Nora Kusterer (3. Platz), Anaïs Sabrié (1.) und Katja Fischer (2.) – dazu die Nikoläuse Gunnar Erz (l.) und Markus Weiß-Latzko (r.) (Bild: Fabian Knisel)

So viele wie noch nie am Start

Luftaufnahme des Starts (Bild: Andreas Kaelble)

An diesem Sonntag purzelten die Rekorde beim Tübinger itdesign-Nikolauslauf. Zum ersten Mal in der 44-jährigen Geschichte erreichten 2813 Nikolausläufer das Ziel – dies bedeutet neuer Finisherrekord!

Mit Nora Müller aus Rottenburg am Neckar wurde in diesem Jahr die insgesamt 50.000ste Finisherin im Ziel begrüßt. „Da freu‘ ich mich ja richtig! Im letzten Jahr bin ich 2.222ste geworden und jetzt 50.000ste, nicht schlecht! Natürlich komme ich nächstes Jahr wieder“, sagte die 34-jährige. Die Tübingerin Nina Felicitas Bandte („Running Sisters“) lief als 10.000ste Frau in der Geschichte des Nikolauslaufs ins Ziel. „Nachdem ich erst dieses Jahr mit dem Laufen begonnen habe, war der Nikolauslauf für mich ein toller Saisonabschluss und eine willkommene Herausforderung mit der Strecke durch den schönen Naturpark“, kommentierte die 23-jährige ihr Rennen. Insgesamt erreichten in diesem Jahr 781 Frauen das Ziel, so viele wie noch nie! Der bisherige Rekord (724 Läuferinnen) stammt aus dem Jahr 2017.

Hier weiterlesen: Der itdesign-Nikolauslauf wird weiblicher

Das Durchschnittsalter der Finisher betrug 41,1 Jahre. Ältester Teilnehmer war der 80-jährige Fritz Ziegelmeier aus Reutlingen. Die durchschnittlich gelaufene Zeit aller Teilnehmer betrug 1:56:32 Stunde, die Männer waren mit 1:53:04 etwas schneller als die Frauen mit 2:05:33, die offensichtlich die Strecke mehr genießen wollten.

Mit mehr als 3400 Anmeldungen war der itdesign-Nikolauslauf bereits seit langer Zeit ausgebucht. Erneut hat sich die Tauschbörse bewährt – 333 Läufer (ca. 10 Prozent der Angemeldeten) konnten über diese noch kurzfristig einen Startplatz von verhinderten Sportlern tauschen. Ein besonderer Service des Organisationsteams, der von den Läufern sehr geschätzt wird, aber auch viel Aufwand bedeutet.

LAV Stadtwerke Tübingen dominiert Mannschaftswertung

itdesign-Geschäftsführer Adamczyk gab den Startschuss (Bild: Fabian Knisel)

Läufer aus der ganzen Region kamen diesen Sonntag nach Tübingen. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen schickte Christoph Adamczyk, Geschäftsführer unseres Hauptsponsors itdesign, die Teilnehmer pünktlich um 10:00 Uhr auf die landschaftlich reizvolle Strecke durch den Schönbuch. Adamczyk lief anschließend selbst die „#Einzigartigen21“-Kilometer. „Mir hat es auf der Strecke richtig gut gefallen“, sagte Adamczyk im Ziel. Die itdesign GmbH, Titelsponsor des Nikolauslaufs, war mit einem 32-köpfigen Team dabei. Auf der Strecke war die Stimmung, dank Trommlergruppen und vieler Zuschauer, bestens.

Die beiden Sieger Orth und Sabrié gewannen auch die Relativwertung. Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat viele Daten ausgewertet und Faktoren errechnet, mit denen man seine eigene Laufzeit multipliziert und damit eine Zeit erhält, die man gelaufen wäre, wenn man mal wieder 20 wäre. Erstaunlich auch die Leistung von Werner Bauknecht (66), dessen 1:29er Zeit eine 1:09 im aktiven Bereich entsprechen würde. Der LAV-Senior erreichte damit den dritten Platz in der relativen Altersklassen-Wertung.

Das teilnehmerstärkste Team kam aus Mössingen. Die LG Steinlach-Zollern brachte 46 Läufer ins Ziel. Für den Lauftreff Therme Böblingen liefen 40, der TSV Hirschau zählte 34 Finisher. Auch viele Sportler des Post-SV Tübingen (43) und der LAV Stadtwerke Tübingen (26) haben teilgenommen. Gleich fünf der schnellsten 10 Männer starteten für die LAV. Bei den Männern und bei den Frauen brachte das jeweils den Sieg in der Mannschaftswertung für die LAV. Und: noch nie war ein Frauenteam schneller.

Fast 2.000 Euro für Naturpark Schönbuch gespendet

Übergabe des Spende-Schecks, v.l.: Mathias Allgäuer (Geschäftsführer Naturpark Schönbuch), Martin Strittmatter (Forstdirektion) und Gerold Knisel (Nikolauslauf Organisationschef) (Bild: Fabian Knisel)

Die Läufer spendeten freiwillig bei der Anmeldung 1.927 Euro an den Förderverein Naturpark Schönbuch. Chef-Organisator Gerold Knisel überreicht auf der Pressekonferenz den Spenden-Scheck an die Vertreter des Naturparks Schönbuchs. Das Geld soll für Instandhaltung der Wege, ein verbessertes Wegeleitsystem sowie Landschaftspflege-Maßnahmen verwendet werden. „Wir freuen uns sehr, dass der Nikolauslauf in unserem Wohnzimmer zu Gast ist“, sagte Martin Strittmatter, Abteilungspräsident Forst beim RP Tübingen, der selbst beim itdesign-Nikolauslauf dabei war und in 1:42:31 finishte. Im Wald wurde auf aufgehängten Banner über die ökologische Leistungsfähigkeit des Waldes informiert.

Von medizinischer Seite wurden – bis auf Kleinigkeiten – keinerlei Vorfälle gemeldet. Es sei wie immer relativ entspannt gewesen, „alle sind gesund ins Ziel gekommen„, teilte der leitende Arzt Dr. Eberhard Estler mit.

Der veranstaltende Post-SV Tübingen war sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Nikolauslauf-Projektleiter Gerold Knisel, der erstmals seit 21 Jahren wieder bei seinem eigenen Lauf an der Startlinie stand, bedankte sich bei den mehr als 250 ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

Der 45. itdesign-Nikolauslauf startet am Nikolaus-Sonntag, den 6.12.2020.

Top-10-Ergebnisse

Männer

1.Orth, FlorianLG Telis Finanz RegensburgM3001:07:30
2.Dietz, ThorbenIntersport Räpple Running TeamM3001:08:43
3.Göhler, TimoSynovo GmbHM01:09:43
4.Wörnle, MichaelLAV Stadtwerke TübingenM01:10:26
5.Baum, LorenzLAV Stadtwerke TübingenM01:11:18
6.Obenauer, PeterLAV Stadtwerke TübingenM01:11:32
7.Noll, DanielTSV Glems run2getherM3001:13:42
8.Babel, TobiasLAV Stadtwerke TübingenM3501:14:14
9.Becker, SörenGSV MaichingenM3501:14:17
10.Rauscher, SilvanLAV Stadtwerke TübingenM01:14:57

Frauen

1.Sabrié, AnaïsLAV Stadtwerke Tübingen1994W01:17:25 (neuer Streckenrekord)
2.Fischer, KatjaLAV Stadtwerke Tübingen1991W01:20:52
3.Kusterer, NoraTuS Griesheim1989W3001:23:24
4.Moebus, NicoleDiePraxis Ludwigsburg1987W3001:23:37
5.Werminghausen, IsabelleIntersport Räpple Running Team1991W01:25:03
6.Windisch, MarleneBIGGER BANG TEAM1993W01:25:14
7.Brüstle, KarolineBIGGER BANG TEAM1991W01:25:32
8.Ochs, KatrinBIGGER BANG TEAM1977W4001:27:29
9.Salzwedel, SophiaDiePraxis Ludwigsburg1987W3001:28:41
10.Schäfer, SandraWendlingen1990W01:29:24

Sabriés vierter Streich, Dietz siegt bei Männern, 2627 Finisher – unser Nachbericht

Oberbürgermeister Boris Palmer schickte die Teilnehmer/innen pünktlich um 10:00 Uhr bei leichtem Nieselregen auf die anspruchsvollen „#Einzigartigen21“-Kilometer mit mehr als 300 Höhenmetern durch den Tübinger Schönbuch. (Start hier im Livestream ansehen)

Los geht’s! Die erste von insgesamt drei Startgruppen rennt los (Bild: Fabian Knisel)

Einen Kostümpreis gabs nicht, dieses Team hätte aber gute Chancen gehabt (Bild: Fabian Knisel)

An diesem Sonntag erreichten 2627 Läuferinnen und Läufer beim 43. itdesign-Nikolauslauf Tübingen das Ziel. Auch in diesem Jahr hat sich die Tauschbörse bewährt – mehr als 300 Läufer/innen konnten über diese noch kurzfristig einen Startplatz von verhinderten Sportlern tauschen.

Das Durchschnittsalter der Finisher betrug 41 Jahre. Die itdesign GmbH, der neue Titelsponsor des Nikolauslaufs, war mit einem 23-köpfigen Team am Start. Das IT-Unternehmen mit Sitz in Tübingen zeigte sich sehr zufrieden:

„Wir sind stolz darauf, einen kleinen Beitrag leisten zu dürfen. Die Arbeit aller Helfer, die Hingabe und Begeisterung ist mehr als beeindruckend.“

Geschafft! Läuferin beim Zieleinlauf (Bild: Fabian Knisel)

Zahlreiche Lokalmatadoren des Post-SV Tübingen (52 Finisher) und der LAV Stadtwerke Tübingen (19 Finisher) haben teilgenommen. Das größte Team kam auch in diesem Jahr wieder aus Böblingen: Der Therme Lauftreff ging mit 72 Finishern zufrieden nach Hause.

Schnellster in diesem Jahr war Thorben Dietz (Intersport Räpple Running), der erstmals in Tübingen startete und nach 1:10:36 Stunden ins Ziel lief. Dietz nutzte den Nikolauslauf als Einstieg ins Wintertraining. „Mir hat’s super viel Spaß gemacht“, sagte der zufriedene Sieger auf der anschließenden Pressekonferenz.

Genau eine Minute später folgte Daniel Noll (2. Platz, TSV Glems run2gether) vor Lorenz Baum (3. Platz, LAV Stadtwerke Tübingen). Der Tübinger absolvierte erst im Oktober in Frankfurt als zweitschnellster Deutscher erfolgreich sein Marathon-Debüt. „Gleich fünf der schnellsten zehn Läufer trugen an diesem Tag das Trikot der LAV Stadtwerke Tübingen“, bemerkte Runner’s World im Rennbericht.

Nikolauslauf-2018 - Top3

Top 3 Männer von links: Lorenz Baum (3.), Thorben Dietz (1.) und Daniel Noll (2.) (Bild: Fabian Knisel)

Siegerteam Mannschaftswertung Männer: Fünf der zehn schnellsten Männer kamen von der LAV Stadtwerke Tübingen (Bild: Fabian Knisel)

Das zweite Mal in Folge sowie zum vierte Mal insgesamt (2014, 2015, 2017 und 2018) dominierte bei den Frauen die Deutsch-Französin und Tübinger Studentin Anaïs Sabrié (LAV Stadtwerke Tübingen) das Rennen. Den Streckenrekord von Sabrina Mockenhaupt aus 2016 verpasste sie mit 1:20:15 Stunden ganz knapp um nur 14 Sekunden!

Gerold Knisel, Chef-Organisator des Nikolauslaufs, sagte zu Sabrié: „Jetzt stehst du (mit vier Siegen) auf einer Stufe mit Dieter Baumann, nur der Streckenrekord fehlt dir noch.“ Doch die 23-jährige Medizinstudentin entgegnete lässig, dass sie froh sei, „dass es nicht um nur eine Sekunde ging“. Sie habe „alles gegeben“.

Den zweiten Platz belegte die Triathletin Stefanie Kuhnert (1:26:01, VfL Pfullingen) vor Tabea Haug (1:27:04, Intersport Räpple Running). Insgesamt erreichten 717 Frauen das Ziel.

Sieger und Siegerin: Thorben Dietz und Anaïs Sabrié (Bild: Fabian Knisel)

Die Läuferinnen und Läufer spendeten zusammen 2.200 Euro an den Förderverein Naturpark Schönbuch. Das Geld soll für Instandhaltung der Wege sowie Landschaftspflege-Maßnahmen verwendet werden:

„Wir freuen uns sehr, dass der Naturpark, als Kulisse des Nikolauslaufs, auf diese Weise geehrt wird. Schön, dass das Startgeld des Laufes so auch ein Stückweit der Natur zu Gute kommen kann“, sagte Fördervereins-Vorsitzender Michael Lutz.

Neben der Zusammenarbeit mit dem Naturpark Schönbuch hat der Post-SV Tübingen in diesem Jahr außerdem eine Kooperation mit ForstBW geschlossen. Unter dem Motto „Wald.Sport.Bewegt.“ wird für „gesundheitsfördernde Aktiverholung“ im Wald geworben, beispielhaft zeigten dies die 2726 Finisher. Die Läufer/innen wurden mit im Wald aufgehängten Bannern an die ökologische Leistungsfähigkeit des Waldes erinnert. Jährlich reinige der „Partikelfilter Schönbuch“ 670.000 Tonnen Staub und produziere 120.000 Tonnen Sauerstoff, gab der Naturpark bekannt.

Chef-Organisator Gerold Knisel (rechts) übergibt den Spenden-Scheck an die Vertreter des Naturparks Schönbuch – von links: Martin Strittmatter (Abteilungspräsident Forst RP Tübingen), Mathias Allgäuer (Geschäftsführer Naturpark) und Michael Lutz (Vorsitzender Förderverein Naturpark) (Bild: Fabian Knisel)

Von medizinischer Seite wurden keine Vorfälle gemeldet. Der veranstaltende Post-SV Tübingen zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Nikolauslauf-Projektleiter Gerold Knisel bedankte sich bei den mehr als 250 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. Für das Team rund um Knisel heißt es nun: „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf.“ Die 44. Ausgabe des itdesign-Nikolauslauf startet am Sonntag, den 8.12.2019.

Weiterführende Links:

Top-10-Ergebnisse

Männer

1.

Dietz Thorben

Intersport Räpple Running

01:10:36

2.

Noll Daniel

TSV Glems run2gether

01:11:36

3.

Baum Lorenz

LAV Stadtwerke Tübingen

01:12:52

4.

Schramm Michael

LAV Stadtwerke Tübingen

01:13:57

5.

Obenauer Peter

LAV Stadtwerke Tübingen

01:14:22

6.

Mössler Markus

Tübinger Laufladen

01:14:32

7.

Totzauer Florian

Intersport Räpple Running

01:14:54

8.

Wörnle Christian

LAV Stadtwerke Tübingen

01:15:25

9.

Becker Sören

Glücksbrunn Schweina

01:15:37

10.

Maurer Levin

LAV Stadtwerke Tübingen

01:16:00

Frauen

1.

Sabrié Anaïs

LAV Stadtwerke Tübingen

01:20:15

2.

Kuhnert Stefanie

VfL Pfullingen

01:26:01

3.

Haug Tabea

Intersport Räpple Running

01:27:04

4.

Werminghausen Isabelle

Intersport Räpple Running

01:27:53

5.

Ochs Katrin

LG Filder

01:28:42

6.

Degenhardt Karoline

Post-SV Tübingen

01:29:41

7.

Apostol Raluca

Decathlon

01:30:08

8.

Janko Lisa

Post-SV Tübingen

01:30:22

9.

Salzwedel Sophia

(Bietigheim-Bissingen)

01:31:06

10.

Elsholtz Karin

TSG Giengen / LG Brenztal

01:31:42